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Pflege im Quartier/ Quartiersmanagement

Veränderte Lebenslagen im  Alter und  der demografische  Wandel erfordern neue  Wege und Konzepte in der Versorgung, Betreuung und Pflege von älteren Menschen.

  • Langlebigkeit durch verbesserte Gesundheitsversorgung
  • Hochaltrigkeit verbunden mit Multimorbidität
  • Zunahme der Singlehaushalte (Singularisierung) mit Gefahr von Vereinsamung
  • Feminisierung ( das Alter ist weiblich)
  • Fehlende familiäre Einbindung durch beruflich bedingte Mobilität der Kindergeneration oder fehlende Kindergeneration
  • Allgemeiner demografischer Wandel, die Gesellschaft wird älter und  schrumpft, daraus ergibt sich langläufig ein Fachkräftemangel

Quartiersmanagement kann in einer Kommune Bedarfe ermitteln, bestehende Strukturen stärken und vernetzen, neue Strukturen aufbauen und (Versorgungs-)Lücken schließen. Um eine altengerechte Quartiersentwicklung zu ermöglichen, sind vier Merkmale zu beachten:

  • Sozialräumlich: vom Menschen aus denken. Quartier ist nicht gleich Quartier. Es lässt sich nur schwer größenmäßig definieren, weder von der Ausdehnung noch von der Anzahl der Menschen, die dort  leben. Es bezieht sich im Wesentlichen auf den persönlichen Bewegungsradius und vorhandene persönliche Kontakte. Oftmals nimmt beides im Alter ab.
  • Partizipativ: gemeinsam mit den Menschen ihr Umfeld gestalten. Kein Quartier ist wie das andere, die Bedarfe können von Ort zu Ort, sogar von Stadtteil zu Stadtteil variieren. Daher ist es wichtig, das Quartier 1. Festzulegen, 2. Zu analysieren und 3. Die Menschen vor Ort in die Bewertung und weitere Planungen aktiv einzubeziehen.
  • Vernetzt: Quartiersgestaltung in Zusammenarbeit  mit anderen. Die Einbindung aller im Quartier bestehender Institutionen, Player, Stakeholder, Schlüsselpersonen sowie transparente Kommunikation tragen maßgeblich zum Gelingen von Quartiersentwicklung bei.
  • Ganzheitlich: das gesamte Lebensumfeld in den Blick nehmen. Dies reicht von der Wohnsituation über die Infrastruktur bis hin zu Freizeit- und Beteiligungsmöglichkeiten. Alle Aspekte zusammen machen die Lebensqualität aus.

Win-Win-Situation für alle Beteiligten herstellen

Durch die vernetzte Zusammenarbeit von Kommune, Wohnungswirtschaft, Sozialunternehmen und weiteren Partnern wie Kirchgemeinde, Freiwiligenagentur oder Sportvereinen entstehen Synergien und übergreifende Blickweisen auf bestehende Problemlagen. Durch die verschiedene Blickwinkel der einzelnen Beteiligten entsteht multiprofessionelles Handeln für das Quartier.

Mögliche Nutzen für  einzelne Akteure können sein (Siehe Broschüre des HELPS-Projekts „Gemeinsam für ein altersgerechtes Quartier-Handlungsempfehlungen für die Zusammenarbeit zwischen Akteuren zur tragfähigen altersgerechten Quartiersentwicklung“ 2014): 

Beispiele für konkrete Umsetzung